Vorderer Rotspitz 3.033m und „glazialer Steig“ unter Schransferner und Ultner Marktferner vom Hintermarteller Talschluss aus.

Vorderer Rotspitz 3.033m und „glazialer Steig“ unter Schransferner und Ultner Marktferner vom Hintermarteller Talschluss aus.

In diesem Jahr haben wir schon einige Bergwanderungen gemacht, wo wir dachten das kann man nicht mehr toppen, hochalpine Routen in den schönsten Gegenden unserer Umgebung, doch es gibt immer noch eine Steigerung. Das haben wir am Donnerstag den 16.07.2026 wieder einmal erlebt und zwar nicht einmal die höchste oder schweirigste Tour, sondern einfach eine für uns vollkommen faszinerende Runde unter den Gletschern im Stiflserjoch Nationalpark, ganz einfach vom Gasthaus Schönblick aus. Nach einer kühlen Nacht in unserer tollen Unterkunft im Talschluss gehen wir die Bergwanderung heute etwas gemächlicher an. Erst gegen viertel nach acht Uhr geht es los. Diese Tour ist eigentlich die erste, die wir hier vor zwei Jahren angehen wollten. Doch immer wieder gab es Umstände, weswegen wir andere Routen vorgezogen haben. So haben wir inzwischen die Kalfenwand 3.061m, die Mutspitze 2.941m, die Madritschspitze 3265m, das Madritschjoch 3.123m , die Lifyspitz 3.352m , die Marteller Hütte 2.610m, den Almenweg über 2500m hier erreicht. Es geht gleich hinter dem verlassenen Hotel Paradiso den Steig Nr 37, dann Nr 31 links hoch sofort wird es steil, so wie es uns gefällt. Schon als wir über der Höhe von der Zufallhütte sind, beginnt sich für uns ein ganz neues Panorama zu eröffnen. Jedes Mal, wenn wir hier waren haben wir diese steile Wiese von unten angeschaut, da geht es rechts auf einem gut ausgebauten Steig über Serpentinen hoch. Es ist noch eher kühl und wir sind schon auf einer Höhe von 2.800m. Wenn wir so weitergehen schaffen wir den Gipfel in weniger als zwei Stunden, und es kommt auch so. Beim Geröllfeld erreichen wir zwei Männer aus Dresden, es ist eine Vater Sohn Wanderung, stolz sagt uns der Junge auf welcher Höhe wir uns jetzt befinden, er hat eine Uhr mit Höhenmesser, toll finden wir das, wenn sich auch junge Menschen noch für solche Dinge begeistern können. Bald kommt er zum ersten Mal auf über dreitausend Meter, das ist ein tolles Gefühl, wir hatten das zum ersten Mal bei der Besteigung ( zu Fuss) vom Pico de Teide 3.718m in Teneriffa, da wurden wir am Rifugio Altavista auf 3260m dann etwas schwindelig. Heute nicht mehr, da wir in der Zwischenzeit schon etwas höhere Berge gemeistert haben. Marion hält sich heute gut und spurt einen strammen Rythmus hoch, Lady in der Mitte und so sind wir bald am Einstieg der letzten, kurzen gesicherten Kletterpassage, gegen der Napfspitze von letzten Sonntag, eher unschwierig und auch gut agelegt. Man geht durch einen Kamin direkt am Fels mit einem Stahlseil gesichert hoch. Lady in der Mitte am Klettergurt gesichert. Nach nicht einmal zwei Stunden sind wir dann schon gegen zehn Uhr am Gipfel des Hausberges unserer Gastgeber.

Da steht man dann hier oben umgeben von Gletschern, etwas entfernter ist heute die Königsspitze einmal gut zu sehen, ganz nah die hintere Gramsenspitze 3.357m und die innere Gramsenspitze 3.156m, dazwischen in einem Kessel das Gletschereis vom Gramsenferner. Weiter rechts ragt noch ein Ausläufer des Schranferner und des Ultner Marktferners unter den drei Veneziagpifeln( alle über 3.330m hoch) drohend herunter. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, wann bei diesen Temperaturen auch hier etwas davon in das Tal donnert. Zwei Frauen waren bei unserer Ankunft schon hier aber sie befanden sich in einem Flow und hatten es eher eilig. Ein kurzes Bergheil war dann schon das Maximum der Gefühle, na ja dachte ich. Die zwei Männer kommen dann auch bald nach und die nehmen es schon gelassener und sind auch von dieser Kulisse erstmal überwälitgt. Dann werden Fotos gemacht, wir helfen Ihnen, sie helfen uns, und man schaut sich gemeinsam die Namen der umliegenden Gipfel an. Obwohl das Wetter schön ist, ist es eher kühl am Gipfel. Wir ziehen mal etwas wärmeres an, viel haben wir ja eh nicht eingepackt. Die Lady kommt dann voll auf Ihre Kosten, obwohl es erst kurz nach zehn Uhr ist. Dann alles wieder einpacken, uns voll auf den Abstieg mit unserer Lady konzentieren. Es läuft dann alles wie am Schnürchen. Am Ende des gesicherten Steiges nehmen wir dann den Steig Nr 37A als Rückweg bis zur Kreuzung mit dem Steig 31A ,der von der Marteller Hütte zur Zufallhütte führt und “ Gletscherlehrpfad “ heißt. Da wo wir gehen ist es dann noch etwas hochalpiner, man geht direkt unter den Gletscherzungen an zwei namenlosen aber wunderbaren Gletscherseen vorbei. Vom Hohenferner schiessen die Wassermassen in einem ohrenbetäubenden Getöse herab, diese haben eine enorme Schlucht ausgewaschen. Ich bin dankbar, dass ich dieses Naturschauspiel noch erleben darf, wer weiß wie lange es das hier noch so geben wird. Beim Abstieg begegnen wir dann schon etwas mehr Menschen und man muss sich wieder gewöhnen nicht wahrgenommen zu werden. Man geht aneinander vorbei ohne sich einen Blick zuzuwerfen, da tu ich mich echt schwer, mich daran zu gewöhnen. Die letzte Strecke des Abstieges kennen wir schon, da sind wir auch etwas flotter und kommen gegen viertel nach ein Uhr beim Tobias im Gasthaus an und lassen uns auf der Terrasse köstlich verwöhnen.

Die Strecke war 11 Km lang bei einem Höhenunterschied von 1.090m, wir waren drei Stunden und vierzig Minuten unterwegs ( reine Gehzeit). Start beim Talschluss Hintermartell. Steig Nr. 37, beim Hotel Paradiso vorbei dann links Steig Nr 31 steil hoch bis zum Einstieg des mit Seilen gesicherten Aufstieges in einem Kanal. Dann wieder den Kanal absteigen , unten links Markierung 37A bis zur Kreuzung mit dem Gletscherlehrpafd 31A. Von da aus kann man rechts absteigen oder links über die Marteller Hütte gehen und dann absteigen.

Mit Hund : Nur für gut trainierte und trittsichere Hunde geeignet. Klettergurt mitnehmen. Wasser findet man unterwegs genügend. Bein unseren Wanderungen in der freien Natur hinterlassen wir keinen Müll. Danksechön

Track , Position: -km, -m GPX
50 100 150 200 5 10 15 distance (km) elevation (m)
Name: Keine Daten
Entfernung: Keine Daten
Minimalhöhe: Keine Daten
Maximalhöhe: Keine Daten
Differenz max/min: Keine Daten
Höhengewinn (~): Keine Daten
Höhenverlust (~): Keine Daten
Dauer: Keine Daten



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