Brenta: 2 Tageswanderung, von Molveno zum Rifugio Tosa Pedrotti 2.491m , Bocca di Brenta 2.552m Rifuggio Maria e Alberto ai Brentei 2.182m

Brenta:  2 Tageswanderung, von Molveno zum Rifugio Tosa Pedrotti 2.491m , Bocca di Brenta 2.552m  Rifuggio Maria e Alberto ai Brentei 2.182m

Erster Tag : Aufstieg zür Schützhütte .

Seit dem Herbst im letzten Jahr haben wir uns vorgenommen für 2026, eine Überquerung in der Brentagruppe zu machen. Schon öfters haben wir uns daher in Molveno aufgehalten, um diese Route gründlich zu erkunden. Dabei sind wir im Frühjahr und Frühsommer bis zum Rifugio Selvata auf 1.657m hochgekommen. Dabei musste man schon auf den Risikofaktor Bär achten, den wir nicht unterschätzen wollten. Dann erst gegen Ende Juni, wenn dann alle Hütten schon Ihren Betrieb aufgenommen haben, wollten wir starten. Da Marion eine Woche Urlaub hat beginnen wir die Woche mit der Ankunft am Sonntag auf , der Hütte und bleiben die Nacht um am Montag dann die Überquerung und den langen Abstieg zu machen. Wir nehmen von Molveno bis zum Rufugio Croz dell`Altissimo einen Shuttlebus, da diese auch einen Parkplatz inclusive anbieten. So dann gegen halb neun starten wir gemeinsam mit einer größeren Familie aus San Michele all Adige, die auch bis zum Tosa aufsteigen werden. Es ist schon beim Start ungewöhnlich warm, heute mal leide ich besonders daran. Gestern war ich an unserem schönen Kalterersee zum Surfen, es war ein guter Wind aber ich habe einfach unter der Wärme gelittten, dauernd Durst. Heute früh fühlte ich mich schon besser aber jetzt beim Aufstieg schwitze ich, wie selten. Ab dem Rifugio Selvata geht es dann in Serpentinen an einem sonnigen Hang neben den Felsen hoch. Marion und Lady geht es besser und sie drosseln etwas das Tempo, dann ab einer Höhe von zirka zweitausend Metern sieht man am Ende des Tales ein großes Haus stehen, das wie ein Schloss dasteht, von wo aus man alles überblicken kann. „Do obn isch es as Rifugio“, sage ich etwas besorgt, da es mir verdammt weit oben vorkam. „Jo, schaug nächnd aus“ sagt Marion. Aha, wenn sie das so sieht wird es für mich heute schwierig. Marion schlägt aber eine Trinkpause vor, da kann ich mal ausnahmweise nicht nein sagen. Ich hole mir aus dem Rucksack noch einen „Biosuperapfelriegel“ohne“Zucker und Zusatzstoffe“ heraus. Er schmeckt volle nach Apfel aber sieht nicht so aus, wer weiss was wirklich drin ist. Auf jeden Fall wirkt es. Von jetzt an lasse ich die Marion vor, die Lady in der Mitte sozusagen, wenn sie in diesem Wiesenstück nicht gerade Spuren von Murmeltieren verfolgt. Es geht gut und wir nähern uns sehr flott dem Rifugio. Das Panorama wird von Meter zu Meter grandioser, es kommt mir so vor wie eine Konzerthalle zu betreten, wo die ganzen Türme, Kamine, Schluchten, Berggipfel, die Sonne, die Wolken, der drohende Regen und der Wind die Musik spielen würden. Die letzten Meter vor der Hütte verlangen dann noch etwas Kraft und Trittsicherheit, dann steht sie da die geschichtsträchtige Berghütte.

Es stehen zwei Gebäude hier, das ältere, kleinere wurde schon 1881 vom Italienischen Alpenverein SAT errichtet und dient jetzt als Winterlager. Das größere weiter oben, steh direkt unter der Cima Brenta Bassa 2.809m und Cima Brenta Alte 2. 966m wurde anfangs des neunzehnten Jahrhundert von der Bremer Sektion des deutschen- östereichischen Alpenvereins DUöAV erbaut. In der Folge gab es dann mehrere Streitigkeiten um die Kompentenz dieser Hütte, bis es im Jahre 1914 durch das Höchstegericht in Wien an dem Italienischen Alpenverein zugesprochen wurde. Seither wurde es im guten Zustand erhalten und vor zwei Jahren grunderneuert. Hier angekommen befindet man sich in einer anderen Welt, nur Berge um uns herum, man kann sich gar nicht genung sattsehen. Schaut man über den Aufstieg hinunter kommt es einem vor, wie wenn man auch plötzlich zeitlich weit weg von der Gegend da unten ist. Es überfährt einem ein Gefühl von Sicherheit und gleichzeitig von Angst nicht mehr zurück zu kommen. Die Gastgeber empfangen uns sehr freundlich, wir können schon den Schlafraum belegen, er liegt ausserhalb, das ist Ihre Lösung, wegem dem Hund, für uns ideal. Auch in der Gaststätte machen sie wegen der Lady keine Anstalten, sie besitzen auch einen Boarder Collie, Trily. Problemloser Hund, scannt gleich bei der Ankunft alle ein und danach gehören diese zur Familie. Da es kurz vor Mittag ist, essen wir mal etwas „kleines“ zu Mittag. Dann machen wir uns mal auf den Weg zur der Bocca di Brenta und schauen mal, wie weit wir kommen, bevor das angesagte Gewitter kommt.

Bis zur Bocca geht es in zehn Minuten über ein kleines Band hoch, dann sieht man schon hinunter bis nach Madonna di Campiglio, die Val di Sole,Val di Rabbi, und die Berge im Stilfser Joch Nationalpark. Kurz nach dem Überqueren eines Schneefeldes, kommt auch endlich der 2.936m hohe Campanile Alto zum Vorschein. Es ist schon etwas Besonderes unter diesem Turm zu stehen. Gerade sind da zwei Kletterer beim Absteigen, man sieht genau, wie sich ein Punkt vom obersten Gipfel dem Grat entlang abseilt. Für uns Überetscher einfach toll an zu schauen. Jetzt beginnt es zu tröpfeln, sofort steigen wir wieder bis zum Tosa zurück. Morgen früh, wenn es die Witterung zulässt, gehen wir hinunter bis zum Rifugio Maria e Alberto ai Brentei und dann die ganze Strecke bis nach Molveno zurück. Wir kommen gerade bei der Hütte an und es fängt an zu schütten, wie aus Kübeln. Wir beobachten mal eine gute Stunde das Treiben hier. Viele Bergwanderer sind vollends überfordert, man sucht die richtige Kleidung, um weiter zu gehen, wir sind froh, dass wir nirgends unbedingt hin müssen und ein Dach über dem Kopf haben. Dann kurz vor dem Abendessen gegen sechs Uhr ist alles wieder vorbei, nur kalt ist es geworden, normal halt für diese Höhe, aber für viele wieder ein Problem. Man merkt halt, dass sich die Gesellschaft schon verändert hat, und viele Probleme bekommen, wenn sie aus ihrer Konfortzone herauskommen. Am Abend gibt es dann ein Dreigängemenü, frisch zubereitet mit Dessert, ausgezeichnet für eine Schutzhütte. Dann ab in die Federn. Lady schläft bei solchen Temperaturen besonders Gut.

Track , Position: -km, -m GPX
50 100 150 200 5 10 15 distance (km) elevation (m)
Name: Keine Daten
Entfernung: Keine Daten
Minimalhöhe: Keine Daten
Maximalhöhe: Keine Daten
Differenz max/min: Keine Daten
Höhengewinn (~): Keine Daten
Höhenverlust (~): Keine Daten
Dauer: Keine Daten

Zweiter Tag : Vom Rifugio Tosa Pedretti zum Rifugio Maria e Alberto ai Brentei über die Bocca di Brenta und Abstieg bis nach Molveno.

Guten Morgen !

Nach einem tollen Sonnenaufgang, an diesem schönen Ort starten wir recht früh über die Bocca di Brenta und überqueren die Val di Brenta alta bis zum Rifugio Maria e Alberto ai Brentei. Nach der Bocca di Brenta steigen wir parallel zum Klettertsteig via delle Bocchette über einen Felsen zum Schneefeld ab. Auch hier geht man über einen gesicherten Steig. Noch sind keine anderen Bergwanderer unterwegs und wir geniessen das.

Es geht unter dem Campanile Alto vorbei kurz auf einem breiten Band, nicht gefährlich. Schon vor acht Uhr sind wir beim Rifugio. Von hier aus starten unzählige Routen, Klettersteige, Übergänge zu anderen Hütten und Zugänge zu richtigen alpinen Klettertouren. Das ist ein richtiges Mekka für Klettersteiggeher und Kletterer. Man sieht weit und breit keine Radfahrer oder E – Biker. So kann man sich eigentlich entspannter auf das Panorama und das Bergwandern konzentrieren. Nach ein paar Fotos steigen wir wieder zur Bocca di Brenta auf. Jetzt ist der Weg auch schon belebter, viele Gruppen mit Klettersteigausrüstung sind auf der Suche nach den Routen. Bei der gesicherten Wand vor dem Schneefeld gibt es schon einen kurzen Stau. Vor uns eine italienische Familie, wo der Vater den zwei Töchtern alles erst mal erklärt und gerne direkt zum Bocchette Klettersteig links hinüber abkürzen möchte, das geht aber nicht, da ist eine vertikale Wand vor dem Band. Die Töchter streiken da mit Recht. Sie lassen uns mit Lady vorbei und fragen uns ob wir mit dem Hund da hoch möchten. Na ja es sind drei Stufen und zwei kurze breite Bänder mit Seilen gesichtert. Dann kommt von oben ein Junges Paar mit nagelneuer Ausrüstung herunter, die Frau spricht ununterbrochen aber geht nicht weiter. Er geht dann voraus und bei den Eisenstufen sieht man, das er am ganzen Körper zittert. Die Frau kommt dann auf allen Vieren nach, fast unmöglich so sich am Karabiner einzuhängen. Er fragt dann ob es noch schlimmer wird, da beruhigen wir sie gerne. Wir sind dran, Lady kommt an den Gurt, die Marion voraus die Lady, hops hops und schon schauen wir von oben zu den anderden herab. “ Incredibile, roba dell`altro mondo, pazzi altoatesini “ hören wir noch, aber sind schon weiter,denn Lady zieht mich zum Schnee hoch. von da ab sind wir dann wieder in kurzer Zeit bem Rifugio Tosa. Wir holen unsere Rucksäcke ab und es geht über das Val Massodi und die Val di Seghe bis nach Molveno. Ganze zweitausend Höhenmeter abwärts ganze 1.600 Höhenmeter hinunter auf einer Strecke von 11 Km. Diesen Teil hätten wir uns alle drei lieber erspart, aber es gibt keinen andere Mölgichkeit, leider. So gegen ein Uhr völlig eher fertig in Molveno bei der Baita Ciclamino an. Hier müssen wir erst einmal unsere Speicher wieder auffüllen. Heute sind wir insgesamt 550 m Aufgestiegen und über zweitausend Höhenmeter abgestiegen, bei einer Strecke v0n 19,6 Km. Reine Gehzeit fünf Stunden. Insegsamt waren es für uns zwei wundervolle Tage, in dieser einmaligen Bergkulisse.

Track , Position: -km, -m GPX
50 100 150 200 5 10 15 distance (km) elevation (m)
Name: Keine Daten
Entfernung: Keine Daten
Minimalhöhe: Keine Daten
Maximalhöhe: Keine Daten
Differenz max/min: Keine Daten
Höhengewinn (~): Keine Daten
Höhenverlust (~): Keine Daten
Dauer: Keine Daten



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