Heute Sonntag der 23. August, es scheint als hätten wir die Hitzewelle überstanden und Niederschlag hat es in dieser Woche auch reichlich gegeben. Man merkt, dass die Natur aufatmet. Wegen der drohenden Felsstürze in vielen Tälern, ziehen wir es vor keine Gefahr einzugehen und eine „gemütlichere“ Bergwanderung zu unernehmen. Es ist schon mehr als zehn Jahre her, dass wir auf der Laugenspitze waren. Wenn wir in Richtung Ulten, Martelltal und zuletzt auch nach Sulden gefahren sind, haben wir stets diesen markanten Berg umrundet. Wir starten erst kurz nach acht Uhr vom Gampenpass aus, da es keine so extrem lange Strecke sein wird. Es ist schön kühl und leicht bewölkt, so wie es dar Lady gefällt. Gleich nach der ersten Kurve des Forstweges 10A, stehen die Schilder, rechts startet der Steig 133 mit dem Hinweis STEIL. Marion : „Dein nemmr gel „, ich stimme zu. Lady schiesst über die Baumwurzeln hoch, man merkt ihr an, dass wir diesen Donnerstag keine Wanderung gemacht haben. Es kommen schon einige Wanderer vom Berg herunter, sie haben in Zelten geschlafen und den Sonnenuntergang erlebt, am Morgen war es leider bewölkt, also kein Sonnenaufgang, schade. Weiter oben sehen wir eine größere Gruppe die aufsteigt und zwei Männer davon erzählen sich ihre Geschichten, der Erste und der Letzte der Gruppe, also mussten sie laut reden, dass alle mithören konnten. So wie die Marion halt ist, will sie unbedingt diese einholen. Das schaffen wir auch, es sind drei junge Familien aus Südtirol und diese lassen uns auch gleich vorbeigehen. Die Unterhaltung der beiden Männer fand aber keine Unterbrechung, sodass wir bald viele Infos über Ihre verbrachten Urlaube, die geplanten Fernreisen, über Ihre Leistungen im Beruf, Ihren Fahrzeugpark usw. hatten. Als wir aber vorbei waren, kamen wir nicht so schnell von ihnen weiter weg, man hörte sie noch ständig. Das hat uns dann schon etwas gestört, denn wir sprechen am Berg nicht besonders viel, besonders wenn es sehr steil un voller Stufen mit Wurzeln und Steine ist. Und es ist verdammt steil, die ersten sechshundert Meter schaffen wir in weniger als in einer Stunde, das sind mehr als einhundert Meter pro zehn Minuten, was unser Rythmus bei einer ordentlichen Steigung ist. Aber Marion und Lady sind heute top in Form. Vor dem Laugensee auf zirka 2.200 Höhenmetern gibt es einen kurze weinger steilen Abschnitt, es gehr mit ein wenig Blockkletterei zum See hoch und von hier an hört man die Gruppe kaum noch, das tut gut. Der Laugensee ist gut mit Wasser gefüllt und hat eine schöne frische Farbe. Der Gipfel ist leider von Wolken umhüllt aber ein leichter Wind gibt uns die Hoffnung, dass es vielleicht kurz ein wenig aufhellt. Und dann von wegen gemütliche Wanderung. Ab dem See gibt es zwei Möglichkeiten, rechts den schwarzen aber frisch markierten Steig über einen Grat, weiter südlich rechts den Normalweg, sehr steil und etwas abschüssig über Holztreppen. Von leichtem Weg keine Spur, aber die Marion macht es gut, die Lady wird gesichtert und packt die schwierigen Passagen problemlos. Zum Glück sind keine anderen Bergwanderer zur Zeit auf diesen letzten Anstieg, da kann man sich gut auf sich selbst konzentrieren. Da ist noch eine recht lange Holztreppe und plözlich steht das Gipfelkreuz links hinter einer Felskuppe, super Überraschung, ich dachte es wäre noch ein Stück weiter. Leider hat sich die Bewölkung nicht aufgelöst, wir machen trotzdem noch ein paar Bilder, vom Panorama ist nicht viel zu sehen, kurz hellt es etwas auf, da sieht man bis in des Ultental hinunter. So zirka zehn Bergwanderer sind am Gipfel, alles Südtiroler, keine Touristen. Nach der Pause, steigen wir südlich des Gipfels immer dem Weg 10 A folgend. Die Landschaft ist sehr schöne hier, man sieht die ganze Welschalm und die Stierbergalm, dahinter die Gipfel der Le Maddalene Gruppe , die beiden Kornigl, die Schöngrubspitze, der Ultner Hochwart und die Mandlspitze, die wir alle schon einmal bestiegen haben. Kurz vor Mittag sind wir bei der Laugenalm. Zufällig treffen wir dort meinen ehemaligen Nachbar aus St. Josef am See, den Luis ,einer der Beseten Weinkenner im Lande. Er war sein Leben lang Verwalter des Giovanelli -Baron Dürfeld Hofes, heute der Pfanzelterhof vom Manincorhof, der Grafen von Enzenberg. Die Freude über das Wiedersehen war groß und natürlich wurden viele Erinnerungen an unsere schöne Jugendzeit am Kalterersee wach. Nach dem guten Mittagessen und der Unterhaltung haben wir jetzt nur noch den jetzt den endlich gemütlichen Rückweg auf dem Forstweg bis zum Gampenpass.
Die Strecke war 11,1 km lang bei 923 Höhenmetern, wir waren drei Stunden und zehn Minuten unterwegs ( Reine Gehzeit). Start am Gampenpass gleich den steilen Steig Nr 133 bis zum Laugensee 2250m nehmen, dann rechts den gesicherten Steig Nr 10 bis zum Gipfel nehmen. Abstieg über Steig Nr 10A bis zur Laugenalm und dann weiter, dem Forstweg folgend bis zum Gapmenpass zurück.
Mit Hund: Nur für sehr fitte und trittsichere Hunde geeignet. Klettergurt notwendig. Wasser ist fast überall zu finden, ausser bei der letzten viertel Stunde ( Gipfelaufstieg). Wir hinterlassen bei unseren Wanderungen in der freien Natur keinen Müll, dankeschön.
| Entfernung: | Keine Daten |
| Minimalhöhe: | Keine Daten |
| Maximalhöhe: | Keine Daten |
| Differenz max/min: | Keine Daten |
| Höhengewinn (~): | Keine Daten |
| Höhenverlust (~): | Keine Daten |
| Dauer: | Keine Daten |
