Seit Katharina und Jan die Leuchtenburg am Kalterersee übernommen haben treffen wir uns in der Saison immer wieder gerne mit unseren damaligen treuesten Stammgästen. Inzwischen sind wir mit vielen gut befreundet, wir freuen uns da immer wieder auf ein Wiedersehen. Sabine und Ralf sind zwei davon, ebenso wie wir sind sie begeisterte Bergwanderer und kennen sich bestens in unserem schönen Land aus. Für den Sommer und Winterurlaub haben sie sich für das schöne Alta Badia entschieden. Gerne hören wir Ihnen zu, wenn sie von Ihren tollen Ausflügen in diesem Gebiet erzählen. Wegen der weiten Anfahrt dorthin, kennen wir dieses schöne Gebiet kaum. Doch einmal während Ihre Aufenthaltes treffen wir uns immer auf halber Strecke zu einer gemeinsamen Tageswanderung. Diesmal haben wir Villnöß ausgewählt in der Meinung, es sei für sie leicht zu erreichen. Sie kommen über das Würzjoch nach Villnöß, hört sich ja gut an denke ich, doch für sie, leider war es eine unendliche Geschichte. Ja jetzt verstehe ich das auch, denn dieses Joch hat es in sich, besonders das Stück auf der Südtiroler Seite bis nach Villnöß herunter. Mir gefällt dieses Stück ganz und gar nicht, dann herrscht da auch mächtig viel Verkehr, denn die Villnösser haben schon zugelegt in Sachen Werbung für Ihr Gebiet. Nicht Umsonst ist der Parkplatz, eher eine Parkplatzlandschaft geworden. Da scheiden sich die Geister was Unesco Weltnaturerbe bedeutet. Sabina und Ralf sind pünktlich wie immer zum Treffpunkt da und nach einer herzlichen Begrüßung geht es los in Richtung Schlüterhütte 2.306m über die Gampenalm 2.062m.
Mit Hund: Für fitte und trittsichere Hunde kein Problem. Nach dem Kreuzfeldjoch unbedingt den Hund sichern, es ist abschüssig. Wasser besser mitnehmen. Bei den Wanderungen in der freien Natur hinterlassen wir keinen Müll, dankeschön.




Wir haben uns viel zu erzählen, daher gehen wir ein ganz gemächliches Tempo. Marion und ich sind eher froh darüber, da wir in den letzten Wochen schon ein etwas heftiges Pensum an Höhenmetern hinter uns gebracht haben. Das Wetter ist heute traumhaft, einfach Bilderbuchwetter. An der Gampenalm kehren wir ein und unterhalten uns mit dem jungen Besitzer, der hier auch die Küche führt. Vor zwei Jahren haben wir hier eine Nacht verbracht. Gerne erinnern wir uns noch daran, denn am Abend gab es ein heftiges Gewitter und wir waren der Meinung, dass es am nächsten Tag nicht klappen würde mit der Besteigung des Peitlerkofels. Darum haben wir mit anderen Gästen ein paar Runden von den besten Geistern der Hütte probiert. Das ist zwar absolut nicht unsere Art, aber nach so einem guten Abendessen war es uns einfach mal danach. Nach einer kurzen Rast geht es hinter der Alm gleich steil hoch zu der Schlüterhütte. Diese Hütte wurde von dem Dresdner Kaufmann Franz Schlüter im Jahre 1898 erbaut, dieser übergab sie nach der Fertigstellung als Geschenk der Sektion Dresden des damaligen DuAÖV. Nach dem ersten Weltkrieg wurde die Hütte enteignet und der Sektion Genova des CAI zugewiesen.1999 ging die Hütte an das Land Südtirol über, seit 2015 vegibt eine Kommission, wo das Land, der AVS und der CAI vertreten sind die Pacht und sämtliche Kompetenzen der Hütte. Bei dieser Hütte gehen wir vorbei und machen am Kreuzkofeljoch 2.340m noch eine kurze Pause. Von hier aus hat man einen besonderen Panoramablick über den gesamten Nationalpark Puez – Geisler. Weiter geht es dann über das Bronsoijoch, wo wir bis auf 2.421m hochsteigen zur sehr schön gelegenen Medaglesalm, die man auch über das Campillertal über einen Forstweg erreicht. Leider ist die Hütte aber noch geschlossen. Sie haben renoviert und sind gerade bei den letzten Vorbereitungen, am Freitag, das wäre morgen machen sie wieder auf. Es bleibt uns also nichts anderes übrig, als wieder etwas ab zusteigen und über den berühmten Adolf Munkelweg zur Glatschalm zu wandern. Da wir es alle gar nicht eilig haben nehmen wir das eher locker. Viel mehr geniessen wir die wunderbare Landschaft am Rande der Nordwand der zwei Dreitausender der Geisler Gruppe: Die Furchetta 3.030 und der Sas Rigais 3.025m, grandios hier entlanggehen. Die Glatschalm liegt etwas rechts vom Adolf Munkelweg, aber wunderbar eingebettet in einer grünen Wiese und es ist gar nicht hektisch hier,wie bei den Hot Spotalmen, die direkt unter der Nordwand stehen. Hier nutzen wir noch einmal die Ruhe und die Zeit, um uns viele Dinge vom Leben zu erzählen. Dann leider neigt der Tag zu Ende und wir wandern noch die letzte halbe Stunde zum jetzt übervollen Parkplatz bei der Zanser Alm zurüc
Die Strecke war 17,2 km lang bei 824 Höhenmetern. Wir waren viereinhalb Stunden unterwegs ( reine Gehzeit). Start beim Parkplatz Zanser Alm über den Steig Nr 33 zur Gampenalm, dann weiter bis zum Kreuzkofeldjoch, da rechts Steig Nr 3 den Europa Höhenweg bis zum Medalgesalm, rechts Steig Nr 6 steile Serpentinen nach Tschantschenon absteigen bis zur Kreuzung mit dem Forstweg , links kurz den Adolf Munkelweg Nr 35 und nach einem kleinen Moor unter den Felsen rechts zur Glatschalm 36B nehmen. Von der Glatschalm dann Nr 36 bis zur Zanseralm zurück.
| Entfernung: | Keine Daten |
| Minimalhöhe: | Keine Daten |
| Maximalhöhe: | Keine Daten |
| Differenz max/min: | Keine Daten |
| Höhengewinn (~): | Keine Daten |
| Höhenverlust (~): | Keine Daten |
| Dauer: | Keine Daten |
