Schäufelesteig, eine neue Definition von Steilheit, Wanderung von Ums 932m zum Schlernhaus und Pez 2.536m, anstrengende Hochgebirgstour.

Schäufelesteig, eine neue Definition von Steilheit, Wanderung von Ums 932m zum Schlernhaus und Pez 2.536m, anstrengende Hochgebirgstour.

30.09.26: AUFSTIEG:UMS-SCHLERNHAUS SCHÄUFELESTEIG 11:15-15.15 1.540 HÖHENMETER

Ein junges Südtiroler Paar hat uns auf die Idee gebracht mal auf dem Monte Pez über den bozner Talkessel einen Sonnenaufgang zu erleben. Dazu planen wir am Nachmittag von weiter unten als von der zu viel überlaufene Seiser Alm aufzusteigen, im Schlernhaus zu übernachten, um am nächsten Morgen, pünktlich zum Sonnenaufgang, vor dem Frühstück zum Pez hochzugehen. ( 106 Höhenmeter !) Der Schäufelesteig von Ums über das Hoferalpl wird dann ausgesucht. Es ist für uns eine echte Herausforderung diese 1.540 Höhenmeter Aufstieg am frühen Nachmittag nach getaner Halbtagesarbeit zu schaffen. Heute haben wir beide „nur“ von sechs Uhr morgens bis halb zehn Uhr gearbeitet, so geht es, dass wir noch vor Mittag, also um viertel nach Elf in Ums beim Kircher starten können. Den Weg bis zum Hoferalpl haben wir schon einmal gemacht. Ich habe ihn als dauernd steilen Steig gut in Erinnerung. Marion weiss nichts genaues mehr, die Lady war damals nicht dabei sondern Lex. Und es geht auch gleich zur Sache, doch mental und physisch sind wir heute gut drauf. Wir nehmen uns vor das Tempo am Anfang niedrig zu halten. Die erste große Pause sollte erst nach fünfhundert Höhenmetern sein, das ist dann dann schon nach dem Hofer Alpl ungefähr da wo die Materialseilbahn zum Schlernhaus startet. Und so geht es auch gut, in zirka fünfzig Minuten sind wir so weit. Pause trinken ( habe einen guten Energydrink besorgt) einen kleinen Happen von unseren guten Mortadellabroten essen, nicht zuviel. Die Lady bekommt auch Ihre Ration und Wasser. Dann weiter immer steil, zum Glück im kühlen Wald hoch. Jetzt machen wir schon noch mehr Pausen, halten die aber kurz um nicht zu sehr den Rythmus zu verlieren. Andere Wanderer sind keine zu sehen, auf diesen übrigens sehr gepflegten und gut markierten Steig. Als wir dann über die Baumgrenze kommen, sind es noch weniger als fünfhundert Höhenmeter. Es geht immer noch sehr steil, aber den Almwiesen entlang hoch, vor uns führen die Drahtseile der Materialseilbahn von der Schlernhütte vorbei. Das Haus ist auch schon in Sicht, obwohl es etwas nebelig ist. Ein Blick auf der Uhr, Zwei Uhr und wir sind nur noch maximal fünfzehn Minuten vom Schlernhaus entfernt.

Das Wetter ist nicht gerade das Beste, im Norden steigen eher dunkle Wolken empor, doch die Stimmung hier ist fast etwas mystisch. Die Sonne kämpft sich zwischen den Wolken und Berggipfeln immer wieder leicht durch. Bei der Hütte werden wir sehr freundlich empfangen, nachdem wir das Zimmer belegt haben stärken wir uns mal mit einer kurzen Zwischenmahlzeit. Dann geht es noch kurz hoch zum Pez, wo ein neues Gpifelkreuz steht. Das begutachten wir mal, es wurde von einem jungen Student gezeichnet und sieht gut aus, gerade die passende Größe. Uns gefällt es schon,wenn am Gipfel ein Zeichen steht, um den höchsten Punkt von unten zu sehen, wenn es ein Kreuz ist, dann gehört es halt zu unserer Kultur hier und ich finde es gut diese zu pflegen. Eine Gruppe aus den Niederlanden ist jetzt auch zum Gipfel aufgestiegen, alle mit mächtigen „Wanderstiefeln“ und riesigen Rucksäcken. Ein chinesisches Paar, das in Deutschland lebt ist auch hier und wir machen uns gegenseitig Fotos. Wir ahnten schon, dass wir beim Abendessen mit Ihnen am Tisch sitzen würden, denn man hat uns schon zugewiesen und die Namenschilder standen schon. Beim Abendessen plaudern wir noch ein wenig mit dem Paar. Wir erklären Ihnen unseren Aufstieg und dass wir morgen früh zum Sonnenaufgang noch einmal zum Pez hochgehen werden um den Sonnenaufgang zu erleben. Dann gehen wir zeitig in unser Zimmer und schlafen recht früh ein.

Track , Position: -km, -m GPX
50 100 150 200 5 10 15 distance (km) elevation (m)
Name: Keine Daten
Entfernung: Keine Daten
Minimalhöhe: Keine Daten
Maximalhöhe: Keine Daten
Differenz max/min: Keine Daten
Höhengewinn (~): Keine Daten
Höhenverlust (~): Keine Daten
Dauer: Keine Daten

01.10.26 : 07 Uhr 13 : SONNENAUFGANG AUF DEM MONTE PEZ 2.563m

Start am 01.10.2026 um 06:45 Schlernhaus

Es ist ein kalter eher bewölkter Morgen heute, beide haben wir alles angezogen, was uns wärmt: Handschuhe, Mützen, warme Windjacken. Jetzt warten wir schon seit zehn Minuten hier am Gipfel auf die Sonne. Zur Überraschung ist auch das chinesische Paar hier. Dann pünktlich, wie angesagt färbt sich der Horizont am Himmel rot und die rote Kugel schiebt sich unter den Wolken und dem Bergmassiv des Kesselkogels hoch. Da ist ein schmaler unbewölkter Streifen, wo man die Strahlen sieht, wie Scheinwerfer kerzengerade über die benachbarten Berge zu streifen. Ich bekomme Gänsehaut, einfach ein einmaliges Erlebnis. Die rote Kugel wir langsam runder, sie leuchtet in einem feurigen rot. Die Felsen auf denen wir stehen werden rötlich ,man bekommt gleich ein Gefühl von Wärme im Inneren. Dann noch Fotos und kurze Videos machen und zurück zum Frühstück. Das ist dann auch mega, wie die gesamte Bewirtung hier.

01.10.26 : ABSTIEG ÜBER DEN KNÜPPELWEG 08:15-10:30 1.540 HÖHENMETER

Nach diesem tollen Aufenthalt hier starten wir um viertel nach acht zum Abstieg nach Ums, heute über den weniger steilen aber dafür sehr toll angelegten Knüppelsteig. Alle drei sind wir gut drauf, besonders die Lady, die diese kühlen Temperaturen nach diesen heissen Sommer einfach geniesst. Es ist gleich wieder steil, aber heute fast nur abwärts. Anfangs geht es bei der Moarbodenhütte vorbei, wo wir schon einmal eingekehrt sind, dann weiter hinunter bis zur Sesselschwaige, wo dann der schöne Teil des Knüppelsteiges beginnt, es geht durch eine Schlucht entlang des Schlernbaches hinunter. Hier hat man echt einen tollen breiten Weg auf einer langen Brücke mit quer eingebauten Balken aus Lärchenholz gebaut.

Die Balken sind in Karremuster gelegt, eigens für die Rinder beim Alm auf und Abtrieb. So rutschen sie nicht aus, denn es wäre totgefährlich, in die Schlucht zu fallen. Am Ausgang der Schlucht biegt man dann wieder in den Forstweg Nr 1 ein, der über die berühmte Tuffalm zum Völser Weiher führt. Wir können da schon früher den Steig Nr 3 wieder steil bergab zum Hofer Alpl und nach Ums nehmen. Beim Aufstieg haben wir ganze 5 Wanderer begegnet, beim Abstieg haben wir niemand gesehen, nur zum Thema Overtourismus. Etwas Absteits von den bequemen Aufstiegsanlagen und Straßen findet man tolle Wanderungen ohne Massen zu begegnen. Den Abstieg schaffen wir in knappen zwei Stunden. So machen wir gegen Mittag noch einen Abstecher in Bozen um wieder ein paar Menschen zu begegnen.

Track , Position: -km, -m GPX
50 100 150 200 5 10 15 distance (km) elevation (m)
Name: Keine Daten
Entfernung: Keine Daten
Minimalhöhe: Keine Daten
Maximalhöhe: Keine Daten
Differenz max/min: Keine Daten
Höhengewinn (~): Keine Daten
Höhenverlust (~): Keine Daten
Dauer: Keine Daten



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